Wer kann daran teilnehmen?
Das Walliser Früherkennungs-Programm richtet sich an alle Frauen im Alter von 50 bis 70 Jahren mit Wohnsitz im Kanton Wallis. 34‘000 Frauen erhalten alle zwei Jahren eine Einladung zur Durchführung einer Mammografie.
Einwände für die Teilnahme
In einigen Fällen ist eine spezifische Betreuung angezeigt:
- Brustkrebsanamnese, auch nur mittels Tumorektomie behandelt.
Diese Frauen benötigen eine ihrer Situation angepasste klinische und senologische Betreuung, mit den damit verbundenen Abklärungsmöglichkeiten und Kontrollintervallen.
- Brustprothesen.
Bei der Mammografie haben Brustprothesen eine hohe Opazität, welche das Brustgewebe verdeckt. Ausserdem könnte das Zusammendrücken die Prothese beschädigen.
- Mammabiopsieanamnese, das entwicklungsfähige Verletzungen mit Risiko schlauer Umwandlung zeigt :
Lobuläres Karzinom in situ (LCLIS), atypische Hyperplasie, Phyllodestumor.
- Vorhandene Brustbeschwerden.
Im Zweifelsfall empfiehlt es sich einen Arzt zu konsultieren.
Ablauf der Früherkennung
- Alle Frauen im Alter von 50 bis 70 Jahren werden persönlich eingeladen, am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm teilzunehmen.
- Die Frauen werden eingeladen, bei dem Radiologie-Institut ihrer Wahl (gemäss beiliegender Liste) einen Termin zu vereinbaren.
- Mit dieser Einladung erhalten die Frauen eine Informationsbroschüre und einen Gesundheitsfragebogen, der medizinische Informationen liefert. Dieser Fragebogen muss ausgefüllt werden und bei der Untersuchung der Fachpersonal für medizinisch-technische Radiologie (MTRA) abgegeben werden.
- Die MTRA führt die Mammografie durch (2 Bilder pro Brust) und überprüft dessen Qualität. Die Untersuchung ist dann zu Ende. Es gibt keine Konsultation beim Radiologen noch wird sofort ein Resultat mitgeteilt.
- Jede Mammografie wird von zwei Radiologen unabhängig voneinander beurteilt. Bei nicht übereinstimmung wird eine 3. Lesung vorgenommen.
- Das Resultat wird dann der Frau und dem Arzt ihrer Wahl, normalerweise innerhalb 8 Arbeitstagen, schriftlich übermittelt.
- Ist das Resultat der Mammografie negativ, wird die Frau in zwei Jahren zu einer neuen Screeningmammografie eingeladen, insofern sie nicht das Grenzalter erreicht hat.
- Ist das Resultat positiv, sind für die Diagnosestellung weitere Untersuchungen nötig, um abzuklären ob es sich ja oder nein um Brustkrebs handelt. Diese Untersuchungen werden vom Arzt, welcher von der Frau angegeben wurde, organisiert. In den meisten Fällen handelt es sich um eine gutartige Erkrankung.
- Aus Gründen der Qualitätssicherung werden die Ausstattungen der Radiologieinstitute regelmässigen Qualitätskontrollen unterzogen. Die MTRA und die Radiologen absolvieren eine spezifische Weiterbildung.
Wie daran teilnehmen
Betrifft es mich auch?
JA, wenn Sie zu den Frauen gehören, die zwischen 50 und 70 Jahre alt und im Kanton Wallis wohnhaft und versichert sind und von den Einwänden für eine Teilnahme nicht betroffen sind.
Wozu braucht es den Gesundheitsfragebogen?
Er liefert dem Radiologen für Ihre Mammografie unerlässliche Informationen. Sie werden darin auch gebeten, eine Erklärung zu unterzeichnen, womit Sie bestätigen, dass Sie über die Organisation, die Vorteile und Grenzen der Früherkennung aufgeklärt wurden und Sie dem Informationsaustausch, unter Einhaltung der ärztlichen Schweigepflicht, zwischen Ihrem Arzt und demjenigen des Früherkennungsprogramms zustimmen. Füllen Sie den Fragebogen bitte aus und bringen Sie ihn zu Ihrer Untersuchung mit.
Wo wird die Mammografie gemacht
Liste der Radiologieinstitute zum Herunterladen
Wie vereinbare ich einen Termin?
Falls Sie die Einladung zur Früherkennungs-Mammografie noch nicht erhalten haben, wenden Sie sich bitte direkt an das Screeningzentrum um die erforderlichen Unterlagen zu erhalten. Wählen Sie dann eines der aufgeführten Radiologieinstitute aus und vereinbaren Sie dort einen Termin. Diese Einladung ist nicht befristet.
Wie bereite ich mich auf die Früherkennungs-Mammografie vor?
Für die Untersuchung müssen Sie sich bis zur Taille ausziehen. Es ist daher ratsam keinen Rock und keinen Schmuck anzuziehen. Auch das Auftragen von Deodorants, Puder, Cremen oder Parfum auf die Brust und die Achselhöhlen ist zu vermeiden, da diese Stoffe falsche Bilder erzeugen können.
Menstruierenden Frauen wird geraten, diese Untersuchung in den Tagen nach der Monatsblutung zu machen, da die Brüste weniger empfindlich sind.
Weiter ist es wichtig, dass Sie die Bilder einer möglichen letzten Mammografie mitbringen, damit die Radiologen diese mit den neuen vergleichen können.
Wass passiert beim Radiologieinstitut?
Die Fachfrau/der Fachmann für medizinisch-technische Radiologie (MTRA) wird Sie um den ausgefüllten Fragebogen bitten. Falls Sie diesen noch nicht ausgefüllt haben, können Sie dies im Wartezimmer tun. Bei der Mammografie werden von jeder Brust zwei Bilder gemacht. Zögern Sie nicht während der Untersuchung Ihre Fragen zu stellen und über Ihre Ängste zu sprechen! Die Untersuchung dauert keine 30 Minuten.
Wann bekomme ich meine Resultate?
Die definitiven Resultate werden Ihnen und dem Arzt Ihrer Wahl innert 8 Arbeitstagen nach der Mammografie zugestellt. Dies, weil die Bilder von zwei, bzw. drei Radiologen geprüft werden.
Und wenn mein Resultat positiv ist?
Sind weitere Untersuchungen erforderlich um ein suspektes Bild der Mammografie genauer auswerten zu können, wird Ihr Arzt mit Ihnen darüber sprechen und die diagnostische und therapeutische Betreuung übernehmen.
Anmerkung: eine «positive» Mammografie bedeutet nicht, dass Sie an Brustkrebs erkrankt sind, sondern lediglich, dass zusätzliche Untersuchungen erforderlich sind um ein Bild, das während der Mammografie gemacht wurde, genauer deuten zu können. In neun von zehn Fällen wird die Diagnose gutartig sein.
Kosten der Untersuchung
Die Früherkennungs-Mammografien, die im Rahmen des Walliser Programms ausgeführt sind, sind kostenlos. 90 % der Kosten werden von der Krankenkasse übernommen, ohne Erhebung der Franchise. Die bleibenden 10 % für den Selbstbehalt werden vom Kanton (Stempelfonds) übernommen.
|